Heizkosten

Neben der Kaltmiete, den Betriebskosten werden dem Hartz-4-Empfänger auch die Heizkosten und die Kosten für Warmwasser vom Jobcenter gezahlt.

Zu den Heizkosten zählen
– die monatlichen Vorauszahlungen für die Heizung und Warmwasser, die an der Vermieter oder den Energieversorger gezahlt werden,
– Nachzahlungen aufgrund der jährlichen Heizkostenabrechnung,
– die Kosten für selbst gekaufte Brennstoffe.

Die Art der Heizung spielt keine Rolle. Es kann sich um Öl, Gas, Kohle, Holz oder Strom handeln. Wer mit Strom heizt, muss diese Kosten von den sonstigen Stromkosten trennen, die aus dem Regelbedarf zu zahlen sind.

Angemessen

Die Heizkosten müssen angemessen sein. Das sind sie in aller Regel, wenn es keinen Hinweis auf Verschwendung beim Heizen gibt.

Die Jobcenter haben Orientierungswerte. Liegen die Heizkosten im Einzelfall über den Orientierungswerten, muss eine Begründung hierfür geliefert werden. Ursache kann etwa eine schlechte Wärmedämmung einer Dachgeschosswohnung, der Zustand der Heizungsanlage, ein Kleinkind in der Bedarfsgemeinschaft sein.

Für die Anschaffung von Holz, Kohle oder Öl werden von den Jobcentern oft Pauschalen gezahlt. Sie müssen die gesamten Beschaffungskosten abdecken, wenn sie angemessen sind. Entscheidend ist der Zeitpunkt, in dem die Kosten anfallen, also etwa Öl gekauft werden muss.

Zu den Heizkosten zählen auch die Wartungskosten und Betriebskosten der Heizungsanlage oder Abgas-Messungen nach dem Immissionsschutzgesetz.

Wurde die Wohnungsgröße vom Jobcenter als unangemessen angesehen, werden auch nur Heizkosten gezahlt, die einer angemessenen Wohnung entsprechen.

Heizkostennachzahlung

Müssen Heizkosten aufgrund der jährlichen Heizkostenabrechnung nachgezahlt werden, so muss das Jobcenter dies übernehmen, selbst dann, wenn die Heizkosten für eine Heizperiode angefallen sind, zu der noch nicht Hartz 4 bezogen wurde.

Heizkostenerstattung

Erhält der Hartz-4-Bezieher Heizkosten erstattet, so wird die Zahlung im Folgemonat als Einkommen mit der Hartz-4-Leistung verrechnet. Etwas anderes gilt, wenn die Heizkosten (zum Teil) selbst getragen wurden. Dann kann der Hartz-4-Leistungsempfänger das Rückzahlungsguthaben (zum Teil) behalten.

Warmwasser

Wenn die Kosten für Heizung und für die Warmwasserbereitung gemeinsam abgerechnet werden, so gibt es keine Besonderheiten. Falls jedoch das Warmwasser dezentral etwa über einen Durchlauferhitzer bereitet wird, müssen diese Kosten getrennt vom Jobcenter getragen werden.

3 Comments

Add a Comment
  1. Hallo Guten Abend, meine Tochter bezieht Hartz IV und hat in ihrer Wohnung nur zwei Öfen, die sie mit Holz und Holzbriketts etc heizt. Das ist die 1. Heizperiode, da sie diese Wohnung im Juli 2015 bezogen hat. Alles ist sonst im Rahmen mit der Wohnung (50 qm). Das Job-Center hat Probleme mit der Berechnung. Gibt es hier eine Pauschale die bezahlt werden muss. Sie hat es jetzt immer von Ihrem Bedarf bezahlt. Können Sie mir dazu etwas sagen, es wird kalt und es muss wieder was angeschafft werden.
    Kaltmiete 315 + 47 Euro. Kein WW. Warmwasser und Gasherd muss an den Versorger, nicht an den Vermieter mit 60 Euro zusätzlich von ihr bezahlt werden. 40 Euro werden zusätzlich abgezogen da das Job-Center die Kaution von 2 MM geleistet hat. Sie hat diesen Monat 726 Euro bekommen. Das kann doch nicht sein. Können Sie da hilfreiche Tipps geben. Danke. R. Schmidt

  2. Liebe Leute…Bitte notieren

    „..Erhält der Hartz-4-Bezieher Heizkosten ….“

    Es gibt keine Hartz IV Bezieher; nur Leistungsempfänger ALGI oder ALGII.
    Diese Menschen sind dann Hartz IV Geschädigte.

    MfG

  3. die arge teilte mir mit, dass heizkosten für 2015 in höhe von 348,99 euro nicht
    übernommen werden. obwohl ich kaum die heizung anhatte bzw. nur im geringen masse.
    was kann man da machen ?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

© 2017 Für soziales Leben e.V.

Impressum | Datenschutzerklärung

%d Bloggern gefällt das: