Hartz 4 Regelsatz 2015

1. Januar 2015: Die neuen Regelsätze für Hartz 4

Ein alleinstehender Erwachsener erhält ab 1. Januar 2015 monatlich 399 Euro Hartz 4. Das ist im Vergleich zum Vorjahr eine Anhebung um 8 Euro.  Auch die Regelsätze für die Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft, also die im Haushalt lebenden Partner und Kinder, werden anteilig angehoben.

Zusammensetzung des Regelsatzes in Euro

Nachfolgende Grafik zeigt die Zusammensetzung des Regelsatzes für eine alleinstehende Person in Euro.

hartz-4-regelsatz-2015

Regelbedarfsstufen im Jahr 2015

Die Höhe des Hartz-4-Regelsatzes für 2015 ist aus nachfolgender Tabelle abzulesen:

Alleinstehend/ Alleinerziehend 399 Euro ( + 8 Euro) Regelbedarfsstufe 1
Paare/ Bedarfsgemeinschaften 360 Euro ( + 7 Euro) Regelbedarfsstufe 2
Erwachsene im Haushalt anderer 320 Euro ( + 7 Euro) Regelbedarfsstufe 3
Jugendliche von 14 bis unter 18 Jahren 302 Euro ( + 6 Euro) Regelbedarfsstufe 4
Kinder von 6 bis unter 14 Jahren 267 Euro ( + 6 Euro) Regelbedarfsstufe 5
Kinder von 0 bis 6 Jahren 234 Euro ( + 5 Euro) Regelbedarfsstufe 6

Die Kosten für Unterkunft und Heizung werden grundsätzlich in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen erbracht, soweit sie angemessen sind. Das Jobcenter orientiert sich dabei am örtlichen Mietniveau auf dem Wohnungsmarkt.

Jährliche Hartz-4-Erhöhung folgt der Preisentwicklung

Die Hartz-4-Sätze werden jährlich überprüft und angepasst. Das ergibt sich aus dem Gesetz über die Ermittlung von Regelbedarfen und zur Änderung des 2. und 12. Buches Sozialgesetzbuch.

Die Fortschreibung der Regelbedarfe errechnet sich auf der Basis eines Mischindexes. Dieser besteht zu 70 Prozent aus der regelsatzrelevanten Preisentwicklung und zu 30 Prozent aus der Nettolohnentwicklung.

1 Comment

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  1. Der Regelsatz ist ja für den Durchschnittsbürger berechnet. Aus eigener Erfahrung muss ich feststellen, das ein chronisch Kranker völlig benachteiligt ist. Immer mehr medizinisch notwendige Medikamente werden auf privaten (grünem) Rezept verordnet, da auch die Ärzte in Zugzwang sind. Neuerdings gibt’s auch Aufzahlungen für medizinischen Verordnungen auf rotem Rezept! Ich habe das Gefühl, immer mehr Kosten werden auf den Versicherten umgelegt?! Wer solche Medikamente ständig braucht und auch verordnet bekommt, muss sich entscheiden, wovon er sich diese noch leisten kann. Genauso sieht es mit Fahrtkosten zu Fachärzten aus, die nicht in jedem kleinen Ort vorhanden sind. Für Gesundheit und Verkehr sind 42,26 € vorgesehen. In meinem Fall benötige ich als mehrfach chron. Kranker nun seit mehreren Jahren über 100 € pro Monat für diese Positionen. Sie gehen zu Lasten von Freizeit und Bekleidung ect. Des weiteren muss ich viele Behandlungsvorschläge der Ärzte ignorieren bzw. ablehnen, weil ich mir sie einfach nicht leisten kann.
    Wie wird dieser medizinischen Mehrbedarf bei chron. Kranken geregelt bzw. wo erhalte ich ggf. Hilfe? Ich denke mal, das ich nicht der Einzige in dieser Situation bin.
    Vielen Dank für eine Antwort.
    MfG PF

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