Hilfebedürftigkeit

Hartz 4 Leistungen setzen Hilfebedürftigkeit voraus.
Hilfebedürftigkeit bedeutet, dass der Antragsteller und die mit ihm in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen aufgrund ihres fehlenden oder zu geringen Einkommens oder Vermögens ihren Lebensbedarf nicht decken können.
Hilfebedürftigkeit kann also auch bei einer Erwerbstätigkeit gegeben sein, wenn das Gehalt nur sehr gering ist. Das Jobcenter zahlt dann den Unterschiedsbetrag zwischen dem Einkommen und dem Hartz-4-Bedarf. Hartz-4-Bezieher mit einer Erwerbstätigkeit werden umgangssprachlich als „Aufstocker“ bezeichnet.
Ähnliches gilt, wenn nur ein sehr geringes Arbeitslosengeld 1 bezogen wird, das nicht ausreicht, den Bedarf zu decken.
Reicht hingegen das Einkommen für die Eltern aus, für die Kinder jedoch nicht, so muss vorrangig geprüft werden, ob ein Anspruch auf Kinderzuschlag oder Wohngeld besteht. Der Kinderzuschlag wird bei der Familienkasse der Arbeitsagentur beantragt (wie auch das Kindergeld). Das Wohngeld wird bei der Wohngeldstelle der Gemeinde oder des Kreises beantragt. Kinderzuschlag und Wohngeld sollen helfen, einen Hartz-4-Bezug zu vermeiden.
Hilfebedürftigkeit besteht nicht, wenn man sich weigert, eine zumutbare Arbeit anzunehmen. Denn dann könnte man seinen Lebensbedarf durch die eigene Arbeitsleistung decken.
Auch Vermögen, das oberhalb der gesetzlichen Freigrenze liegt, schließt Hilfebedürftigkeit aus. Kommt man an das Vermögen nicht sofort heran, kann man die Hartz-4-Leistung als Darlehen erhalten.

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